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Montag, Juni 30, 2014 - 00:00

Liebe Expeditions-Fans,
hinter uns liegt eine heftige Woche, wo wir ja in der Regel ausschließlich entspanntes Arbeiten gewohnt sind, wie man es von Mitarbeitern in einem Freizeitpark auch erwarten würde ;-) Wir hatten uns für die kommende Woche soviel vorgenommen, aber es kam wieder alles anders…

Bereits am frühen Morgen ging es los, als wir uns, eigentlich vollkommen tiefenentspannt vom Wochenende, auf den Weg zur Ausgrabungsstätte begaben. Heute wollten wir den Weg zu Fuß bewältigen, um etwas für unsere Fitness zu tun. Als wir dann aber am Santa Monica Pier vorbeiliefen, trauten wir unseren Augen kaum, als wir, versteckt hinter den Büschen, einen T-Rex auftauchen und langsam dahinter herschleichen sahen. „Was ist denn da los?“, schoss es aus uns heraus. „Hoffentlich sieht den kein Besucher“, kam es uns schlagartig in den Sinn: Die würden bei dem Schock ja direkt in Ohnmacht fallen... Oder war der Dino gar nicht echt, sondern nur eine Fata Morgana. Wir begannen an unserem Verstand zu zweifeln. Vielleicht haben wir uns in der letzten Woche doch zu sehr überarbeitet…

Ohne weitere Gedanken an diese irre Idee zu verschwenden, ging es nun in die Ausgrabungsstätte. Dort angekommen, lag ein sehr beschwerlicher Weg in 700m Tiefe vor uns. Wir hatten nämlich von Dr. Carter erfahren, dass sich ganz tief unter dem Park bei den Ausgrabungsarbeiten besonders viel getan hatte. Nach einem beschwerlichen Abstieg, der Schweiß stand uns knöcheltief in unseren Flip Flops, kamen wir unten an. Da macht es doch tatsächlich „PING“ hinter uns und eine Aufzugstür öffnet sich, wie von Geisterhand. „Was ist das?“ Herausspaziert kamen Wouter und Dr. Carter. „Es gibt einen Aufzug hier?“ fragten wir vollkommen entgeistert. „Warum bitte schön haben wir dann diesen heftigen Abstieg auf uns genommen und sind gefühlte drei Tode gestorben? Das erste, was Wouter daraufhin von sich gab war: „Kann ich auch mit meiner App steuern. Cool, wa?“ “Absolut cool“, dachten wir, während der kühle Schweiß an unseren aufgeheizten Körpern abperlte. Wir zweifelten erneut an unserem Verstand, ließen uns dann aber kurzerhand dazu überreden, weiter mit zu kommen. Hier unten war es wirklich unheimlich und als das erste Gebrüll zwischen den Steinmassiven zu vernehmen waren, wollten wir ganz schnell zurück in den Aufzug. „Da gibt es ein Problem“, sagte Wouter. „Mein Handyakku ist gerade leer gegangen und ich kann die App nicht mehr aufrufen“. „Oh Mann, Wouter“, schoss es nur so aus uns heraus und wir machten uns an den Aufstieg.

Schweißgebadet und vollkommen fertig von diesem Morgen, wollten wir nur noch schnell in unser Büro, doch ein Griff in unsere Hosentasche ließ nichts Gutes erahnen. Wir hatten unseren Schlüssel verloren und das ausgerechnet in 700m Tiefe. „NEIIIIIIINNNNN!!!!!“. Wir haben uns dann sofort ins Auto gesetzt und sind nach Hause gefahren, denn wir waren heute dem Wahnsinn erschreckend nahe ;-)

Cya
Euer wahnsinniges Expeditions-Team